Was ist schon der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

(Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper)

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Die Gründung einer Bank – ein Verbrechen an sich? In den Zwanzigern hat Brecht die Dreigroschenoper geschrieben, in einer Zeit mit einem gewaltigen wirtschaftlichen & Börsen-Boom, der dann ja auch 1929 im super crash endete. Das brachte weltweit unendliches Leid, bei uns u.a. auch Herrn Hitler und dann im weiteren Gefolge den 2. Weltkrieg. Basis für den Hype, den crash, die nachfolgende Stagflation war und ist immer noch die Hochfinanz und einer Handvoll Politiker mit unseren Falschgeldsystemen, dass diese planvoll, vorsätzlich und über Jahrzehnte nachweislich erfolgreich errichtet hatten. Damals war das „Reserve“ Geldsystem mal gerade so zwanzig Jahre alt.

 
Banken leben wesentlich von unserem Geldsystem oder besser "Falschgeldsystem", dessen modernere Grundlagen schon zwischen 1850 und 1900 gelegt wurden. Banken und Politiker, die sogenannten „Machteliten“ also, sie sind die Profiteure:

  • Banken haben das Privileg, Geld zu schaffen (aus dem Nix!), ein super-super Geschäft.
  • Poliker, die Herrschenden, kriegen im Gegenzug fast unbegrenzte Geldmittel für - was auch immer – soziale Wohltaten für die Wähler oder Kriege im Irak, oder die Freiheit am Hindukusch.

Ohne dieses Geldsystem wären Kriege kaum möglich. Nicht der 2. Weltkrieg, nicht Vietnam, nicht Irak. Geld wird durch Banken aus dem Nichts erschaffen und gegen Sicherheiten für Zinsen verliehen. Ein räuberisches System. Kann der Häuslebauer als Kreditnehmer nicht mehr zahlen, fällt sein Häusle an die Bank. Siehe Immo-Krise in den USA, Spanien, UK.
Der Staat verschuldet sich bei den Banken, kriegt Geld aus dem Nix und zahlt dafür sogar noch Zinsen! Der pure Hohn. Unerhört! Und wo holt er die 60 Mrd. € pro Jahr her (wenn er nicht weitere Schulden macht)? Na klar, als Steuern von den Bürgern! Oder aus zusätzlicher Verschuldung. Ein super subtiles Tributsystem!

Und auch in der Wirtschaft sind sie aktiv. Geld aus dem Nix, mit realen Werten durch die Schuldner abgesichert, eine weitere ständige Einnahmequelle der Bankster. Wenn die Schuldzinsen (der Banker „Lohn“, haarrr) steuerlich vom Gewinn absetzbar sind (der steuerliche Gewinn wird geschmälert - Subvention!), lohnt es sich für die Manager der Unternehmen sogar. Die Geldkosten landen ja ohnehin auf den Preisen (geschätzt 40% der Preise sind darauf zurückzuführen!) – der Verbraucher hat sie zu tragen.

Und im Aufsichtsrat der Großen sitzen Bankster, mit Insiderinformatiojnen reichlich gesegnet. Nein, nein – ihre Eigenhandelsabteilungen wissen nichts davon – alles streng nach Vorschrrft! Oder nicht?

Und die privaten Haushalte? Häuslebauer - über dreißig Jahre zahlen sie in etwa soviel an Tribut an die Banker, wie ihr Haus kostete. Was für ein Geschäft!
Oder: Mit ihrer Kreditkarte kaufen sie ein (dabei wird auch schnell mal Geld geschaffen!) – der Verkäufer muss als erster „Federn“ lassen. Der Karteninhaber selber zahlt dann noch Wucherzinsen. Und zumeist nochmal eine jährliche Gebühr – für die Karte selber. Was für super (Bank-) Geschäfte!

So leisten wir Alle also Tribute – direkte und indirekte - an vielen Stellen an die lieben Banker. Unser Geldsystem, das Steuerssystem, das Rechtssystem machen es möglich. Und wir merken es nicht! (Schafe denken wohl auch, das muß so sein, wenn sie geschoren werden, oder?)

Das war der US Hochfinanz aber nicht genug. Ihre Vasallen in Hypo-Banken und Versicherungen bündelten die US Häuser Hypos und „verbrieften“ sie - als neues Wertpapier – und vertickten das an andere Investmentbanker (auch an unsere Polit-gesteuerten Banken: IKB, Sachsen LB, West LB, Hype Real Estate u.A.).
Und wer ne Bank gründet, der will daran teilhaben. Er will über Jahrzehnte abzocken. Ein Räuber mehr! Brecht hat das gewußt.

Wer in die Bank einbricht, klaut einmalig, ja – vielleicht verletzt oder tötet er sogar. Klar kriminell. Wer ne Bank gründet, klaut regelmäßig, gesetzlich sogar noch gedeckt und zockt die Gesellschaft ab. Das bringt auch Tote und Verletzte, läßt Kinder verhungern und schickt ganze Familien in Not und Elend, manche sogar in den Freitod. Kriegsprofiteur Banken, na sicher! Alles legal? Brecht sozialkritisch: Der Banker schadet der Gesellschaft mehr, als der Bankräuber! Und damit hat er ja eigentlich Recht.

Nur eben formalrechtlich ist das nicht zu fassen und zumeist ist das auch sachlich normalerweise kaum zu fundieren (weil nur Wenige (auch die meisten „normalen“ Banker nicht) die Zusammenhänge wirklich herstellen können). Ist ja alles legal. Aber der einfache Mensch – und auch Brecht – hat dabei ein inneres Rechtsgefühl. Sein limbisches System signalisiert ihm: Es geschieht Unrecht! Und damit liegt er richtig. Eigentlich erstaunlich.

Die Börsen – eine weltweite Abzocke?

Handelsplätze hat es schon immer gegeben und sie sind super wichtig. Ob Kamele, Getreide, Öl, Wertpapiere, Unternehmensanteile, Anleihen etc. gehandelt wurden, historisch gesehen ging es weitgehend rechtens zu an diesen Einrichtungen. Basis für die Geschäft, neben Käufern und Verkäufern, waren und sind Informationen, news. Wer einen Info-Vorsprung hat (die Kakao Ernte in xxx wurde vernichtet. Die Karawane wurde überfallen, die Zinsen in Griechische Staatsanleihen werden fallen ...) – ist besser dran und kann daran verdienen. Und es gibt immer Käufer und Verkäufer. Der Käufer denkt, der Kurs steigt, der Verkäufer denkt, er fällt. An sich wertfrei, wenn die Kursbildung und die nachfolgende Handelsabwicklung reell sind.

Zu Zeiten Brechts ging es an den Börsen wohl noch einigermassen reell zu. Nur heute ist das wohl nicht mehr ganz der Fall, kann man wohl sagen. Denn heute sind diese Orte längst einbezogen in die weltweite Abzocke der Hochfinanz. News, Kursbildung, verdeckt bevorzugte Abwicklung des Handels, gemeinsame (abgesprochene) Käufe/Verkäufe – fast alles ist manipuliert. Die Insider zocken das Herdenvieh ab. In den USA (seit der Immo-Krise) z.Zt. extrem. Das vollkommen inoffizielle PPT Plunge Protection Team (die ca. 10 größten Banken und Investmenthäuser (Goldman „sucks“ und Co.)) zusammen mit der Bush US Regierung (der US Schriftsteller und Politik-Insider Al Gore sagt: Die Junta!) versuchen (schon verzweifelt?), die Börsen hochzuhalten, indem sie auf Kommando abgesprochen kaufen und verkaufen. Klar, ein Riesenvorteil, wenn man weiß, ab wann wieder gekauft wird! Den es gibt ja noch die Indizés, den Optionenhandel damit, den riesigen Markt der Versicherungen sowie die Wetten darauf. Alles „innovative“ Finanzprodukte! Ob das wohl die angeschlagenen Bank-Bilanzen saniert?

Betrug ist das allemal. Die reale Wirtschaft wird auch geschädigt, denn wo sollen denn die Investments in diese "Finanzprodukte" und die Profits der Banker daraus herkommen? Aber wer klagt und wer verfolgt? Jahrzehntelang wurde „de-reguliert“, also keine oder sehr wenig staatliche Aufsicht mehr. Neoliberal! Es sind also Diebe und Betrüger am Werk. Und die US Regierung wenigstens ist mit im Boot. Gibt es das also: Gerechtigkeit?

Nee, gibt es nicht.

Wer sagt denn, dass es gerecht zugeht auf dieser Welt?

(Zitat – nicht Goethe, nee Foellmer)

 Und das wohl fühlte schon Herr Brecht …

Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten.
Wahre Profis gründen eine Bank!

(Berthold Brecht - er lebte 1898 bis 1956)


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