Was machen die da eigentlich?

Er wird in die Geschichte eingehen - als der größte fake des Jahres 2011! 700 Mrd. Euro sollen für den gewaltigen Euro Rettungsschirm bereitgestellt werden? Und dann sollten es sogar unvorstellbare 1,5 Billionen werden! Klar, mehr als ein Viertel davon sollen wir Deutsche tragen. Träumt weiter! The Euro Fiasco Suicide Formula (EFSF) Eigentlich müssten wir sofort mal eben zehn oder zwanzig  Milliarden rüberrücken. Aber ruhig Blut, wir haben um Ratenzahlung gebeten ..

 
Wir wollen den Euro retten? Wovor denn! Der Euro ist eine Währung, gut verbreitet, weltweit schon ziemlich beliebt, schon die zweite Reservewährung nach dem Dollar. Diese Währung ist doch gar nicht in Gefahr. Nee, der Euro muß nicht gerettet werden. Aber wer denn?

Na, so sagt man uns, da sind so einige "schwache" Länder in dem Euro Währungsraum, Griechen, Iren, Portugiesen, jetzt Italiener - die brauchen mal so eben an die 180 Milliarden für ihren Schuldendienst. Die sollen wir also retten? Nee, auch das stimmt nicht! Diesen Staaten sollen wir nur die Zinslasten absenken. Wir sollen von unserer Bonität etwas abgeben - schlimm genug! Gute Bonität, niedrige Zinsen, weniger gute - höhere Zinsen. Gemeinsame Bonität - leicht erhöht - mehr Zinsen für uns, weniger für die schwächeren Länder. Unsere Bonität "leidet" natürlich darunter, sie sinkt und wir zahlen mehr für unsere Schulden! Auch eine versteckte Art von Transfer, aber so nennt es keiner. Denn wir wollen ja keine Transferunion, oder?

Nicht der Euro, nicht die schwachen PIIGS Staaten, wen sollen wir denn eigentlich retten? Ja, jetzt kommen wir der Sache näher. Wir retten nämlich immer noch die Banken! Das Finanzkartenhaus retten wir mal wieder - oder besser -  immer noch. Wir spannen da einen "Schirm" auf, unter dem sich so richtig gut weiter zocken läßt. Der sinnlose und nutzlose "bailout" der Banker geht also weiter - diesmal mit Vorankündigung. Na, toll!

"To big to fail", ein Riesenfehler. Wenn ein Unternehmen, eine Bank, zu groß ist, um Pleite zu gehen (um sie Pleite gehen zu lassen), dann ist das Rezept doch nicht, diesen gefährlichen Moloch weiter aufzupäppeln? Nein, er muß umgehend "entflochten" werden, in wieder lebensfähige und wirtschaftlich sinnvoll handelnde Einheiten zerlegt werden, er muß also erstmal Pleite gehen! Ein bewährtes Prinzip der Marktwirtschaft. Und das treten wir mit Füßen. Klar - unter tätiger Mithilfe der Finanzindustrie. Herr Ackermann als Berater läßt grüßen! Der Wolf im Schafspelz.

Wirklich weiter gekommen sind wir nicht - mit unseren Rettungsschirmen. Wir haben die Schulden erhöht, mächtig. Und da klatschen die Banker Beifall. Verständlich - mehr Schulden, mehr "Umsatz", mehr Profit. Die wirklichen Ursachen der Krise - sie werden nicht angefaßt. Sind sie denn überhaupt bekannt? Es sieht noch nicht so aus! Also - bis zum nächsten R-Schirm!

 (c) 2012 H. Foellmer

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