Der Untergang des Abendlandes     Oswald Spengler 1830 - 1936

Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte
Zehn Jahre hat OS dran gewerkelt - 1918 erstmals erschienen, immer noch lesenswert!

Er ist in einem Zug mit Kant, Hegel und anderen Geistesgrößen zu nennen. Seine Vorbilder sind Goethe und Nietzsche. Sein Feld ist die vergleichende Betrachtung der großen Kulturen. Ägypter, Römer, Griechen, Chinesen, Inder und auch uns - das westliche Abendland. Entstehung, Aufstieg, Blüte und Untergang – alles als  neue Geschichtsschreibung vergleichend untersucht. Er zeigt, dass Kulturen ihre Zyklen durchlaufen – Jugend, midlife Blüte, Alter und ... Untergang!
Vor etwa hundert Jahren schrieb er sein Werk, ist das nicht „veraltet“? Wie gehts denn weiter mit dem Abendland, also mit uns? Das ist sein Motiv: Lernen aus der Geschichte anderer Kulturen. Tja, Untergang ist seine Antwort. Hat er Recht?

 

So kann man auch voraussehen, wie unsere westliche Kultur untergehen wird. Von den wandernden Nomaden, über das Mittelalter in die Neuzeit, schließlich mit Industrie und ausgeprägter Geldwirtschaft. Auch die alten Römer hatten schon tödliche Vermögenskonzentration bei einigen Wenigen. Globalisierung und weltweitem Neoliberalismus, das aber hatte Oswald Spengler vor gut 100 Jahren noch nicht drauf. Und da stehen wir jetzt. Geldherrschaft! Und wer die Gegenwart verfolgt, der sieht auch die Parallelen. Und auch die Unvermeidlichkeit. Wir werden es erleben!

"Die Heraufkunft des Cäsarismus bricht die Diktatur des Geldes"

Das sagt uns Herr Spengler auch voraus. Also, er meinte damit, es kommt ein neuer Cäsar.  Recht hatte er ja schon in den Dreißigern (Mussolini, Adolf). Und der Weg in weniger demokratische Strukturen (siehe EU, USA) zeichnet sich ja schon ganz mächtig ab. Und er sagt auch noch:

„Das Schwert siegt über das Geld“ 


Die Demokratie sieht er schon damals als

"... die politische Waffe der Geldwirtschaft".


So so, sie benutzen also das System der Demokratie gegen uns - hmmm - recht hatte er woh
foxxblog hmm sl auch damit. Die Parteien sind für ihn "bezahlte Parteien". Korruption - volkstümlich ausgedrückt. Kommt uns doch wohl alles bekannt vor. Oder ... 

Die Morphologie der Mathematik

Jede Kultur hat ihre Mathematik. Euklid prägte den antiken Baustil. Leibnitz mit Differential- und Integralrechnung eröffnete der Technik neue Welten. "Der kleine Gauss", ein Wunderkind, rechnete nicht nur schnell mal die Summe der Zahlen von 1 bis 60 füchsisch zusammen. Er trieb mit seinem Genius die abendländische (faustische - wie OS sagt) Mathematik weiter voran. Die Weltgeschichte hat mehrere Beispiele für solche Geistesriesen, welche die Mathematik als eigene Betrachtungswelt weiter vorantrieben. Zugegeben, nicht jedermanns Sache - Mathe - nee danke! Aber super interessant! Einfach Zeitlos!

So ein riesiges Werk kann man nicht im Ganzen verputzen, aber Teile daraus lohnen sich schon. Wie so manches Werk, lohnt es sich, hinten anzufangen (und nicht mit der 80 Seiten langen Einführung - die sollte man erst später lesen!). Im 5. Kapitel auf Seite 1145! Da kommt nämlich ...

Die Formenwelt des Wirtschaftens, Geld, Maschine

Und da findet sich auch so manche Wahrheit, die verwendbar ist, um zu erahnen, wie es mit uns weitergeht! Einfach mal stöbern, es lohnt sich!


* Oswald Spengler, geb. 1880, eigentlich Lehrer, mit 30 Jahren schon hochgebildeter Gelehrter. Zehn Jahre arbeitete er an seinem Hauptwerk, das machte ihn bekannt. Sprachgewaltig, kunstvoll geschmiedete philosophische Traktate, für Normale schwer zu verdauen, aber in ausgesuchten Teilen sehr wohl genießbar.

© 2012 H. Foellmer, foxxblog  creative commons   mit Namen   nicht kommerziell

**********************